Geschichte der PSG

 1931 gründen Schülerinnen in Saarbrücken die ersten deutschen Pfadfinderinnengruppen - den Bund katholischer Pfadfinderinnen. Ein Jahr später bildet sich im Raum Aachen mit den Hildegardispfadfinderinnen ein weiterer Verband. Wie alle übrigen konfessionellen Jugendverbände werden der Bund katholischer Pfadfinderinnen und die Hildegardispfadfinderinnen 1935 im Zuge der Gleichschaltung durch das NS-Regime verboten - was bleibt, ist die Weiterarbeit im Verborgenen.

 

Nachdem 1946 bereits wieder erste Pfadfinderinnengruppen in Aachen, Köln, München und Trier entstanden sind, wird 1947 in München die Pfadfinderinnenschaft Sankt Georg gegründet. Im selben Jahr wird die PSG Miglied im Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Über den Ring Deutscher Pfadfinderinnenverbände (RDP) wird die PSG 1954 Vollmitglied im WAGGGS. 1982 findet ein gemeinsamer Studienteil der Bundesversammlungen der (ursprünglich männlichen) Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg und der (weiblichen) PSG zu Fragen der Koedukation statt. Die PSG beschließt, ein Verband nur für Mädchen und junge Frauen zu bleiben.
Die Pfadfinderinnenschaft Sankt Georg ist heute der einzige eigenständige und bundesweit organisierte Verband für Mädchen und junge Frauen (lediglich in einzelnen Regionen können auch Jungen Mitglied werden) - mit 20.000 Mitgliedern in 17 katholischen Diözesen. Woche für Woche organisieren und gestalten mehrere tausend junge Frauen ehrenamtlich Gruppenstunden, Fahrten und Aktivitäten, bieten Schulungen und Seminare an und ergreifen Partei für Mädchen und junge Frauen in Kirche und Gesellschaft. Eine Vielzahl der Aktivitäten findet in den einzelnen Gruppen, Stämmen und Diözesanverbänden statt, aber immer wieder erleben sich die Mitglieder der PSG auch als ein bundesweiter Verband: 1997 findet in Wernau bei Stuttgart mit dem Zukunftskongress das 50jährige Jubiläum mit mehr als 2.000 aktiven und ehemaligen Pfadfinderinnen statt. 1999 steht im Zeichen von WENEEDO - der Welttournee durchs Dorf, bei der es um das Kennenlernen der Menschen verschiedener Kulturen im direkten Lebensumfeld geht. Bei ”Sechs Welten und ein Zauberbaum – Das Sommerding für Kids 2000” treffen sich Wichtel und Pfadis aus vielen Diözesanverbänden rund um unsere Bundeskursstätte in Ahrhütte, um die Möglichkeiten politischen Handels zu erleben. 

 
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