Pfadis

Als Pfadis bezeichnet man in der PSG die Mädchen und Jungen im Alter von 10-13 Jahren. Das Alter der Pfadis ist gekennzeichnet durch große Veränderungen. In der Regel steht mit 10 bzw. 11 Jahren einerseits ein Schulwechsel an, der mit einschneidenden Veränderungen verbunden ist und andererseits beginnt besonders bei den Mädchen eine sichtbare körperliche Veränderung. Die Altersgruppe von 10-13 umfaßt entwicklungsmäßig eine große Spanne und die Unterschiede zwischen gleichaltrigen Mädchen und Jungen sind enorm. Insgesamt sind die Mädchen den Jungen in ihrer Entwicklung meistens einen Schritt voraus. In ihrem Freizeitverhalten sind nun Unterschiede bei Mädchen und Jungen zu bemerken. Mädchen dieser Altersgruppe treffen sich meist zu Hause und sind in der Öffentlichkeit fast nur bei festen Verabredungen oder Angeboten zu finden. Jungen hingegen treffen sich mit ihren Freunden verstärkt draußen auf der Straße oder im Wald.

In diesem Alter gibt es erste Ansätze zur Cliquenbildung. Mehrere Mädchen oder mehrere Jungen schließen sich zu einer Gruppe zusammen. Es zeichnet sich ein Wechsel zwischen der häufig heterogenen Freundesgruppe und homogenen Gruppen bzw. der besten Freundin oder dem besten Freund ab. Im Verhältnis zueinander verhalten sich Mädchen und Jungen oft widersprüchlich.
Auf der einen Seite finden sie das jeweils andere Geschlecht "doof", andererseits lassen sie keine Gelegenheit aus, um miteinander in Kontakt zu kommen, wenn zunächst auch eher auf einer rivalisierenden Ebene. Außerdem wird in dieser Altersstufe das Spannungsfeld zwischen einzelnen Pfadis bzw. der gesamten Pfadigruppe und der Leitung deutlich. Es gibt öfter Reibungspunkte, da die emotionale Bindung der Pfadis an die Leitung nicht mehr so im Vordergrund steht.

 
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